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Kurz und knapp

Als Imker und Bauingenieur befasse ich mich seit 2014 intensiv mit dem Bau von Bienenbeuten und ihrer Bauphysik. Auf dieser Seite stelle ich einen Teil meiner Arbeit vor. Schwerpunkte sind die Integration von Bücherskorpionen in Bienenbeuten, bauphysikalische Berechnungen zu klassischen Beuten und natürlichen Baumhöhlen, Infrarot Video Installationen in Bienenbeuten, der Aufbau von Messstationen zur Erhebung von Klimadaten aus den Bienenstöcken und die Umsetzung aller Erkenntnisse in Form neuer Beutenkostruktionen.

Natürliche Bienenhaltung mit dem Bücherskorpion

Der Bücherskorpion ist nicht das Allheilmittel für die vielfältigen Probleme der Honigbienen und der Imkerei. Doch in einer artgerechten Behausung der Bienen (gute Wärmedämmung, Geometrie von Baumhöhlen, geringe Luftwechsel, artgerechtes Beutenklima, etc.) und bei einer artgerechten Haltung (keine Säuren/Chemie, geringe Honigentnahme, Zulassen von Schwärmen, etc.) kann er seinen Teil zur Bekämpfung von Parasiten beitragen. Sein Potenzial ist gewaltig: Er hält den Bienen im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken frei. Nicht nur die Varroa Milbe steht auf seinem Speiseplan, auch die Bienenlaus, der kleine Beutenkäfer und die Wachsmotte (bzw. ihre Larven) werden liebend gerne verzehrt (siehe Videos). Umfassende Informationen rund um den Bücherskorpion gibt es bei Torben Schiffer zu entdecken. Durch seine Staatsexamensarbeit wurde ich aufmerksam auf diese Tiere und begann Beuten mit dem Ziel der Unterstützung der Symbiose zwischen Bienen und Bücherskorpionen zu bauen.

Die Anwesenheit von Bücherskorpionen in Bienenbeuten ist das untrügliche Signal für ein intaktes Beutenklima und eine artgerechte Bienenhaltung. Seine Integration in Bienenbeuten kann nicht der erste Schritt zur erfolgreichen Imkerei ohne Säuren und Chemie sein. Im Gegenteil, seine erfolgreiche Ansiedlung ist das Ergebnis einer artgerechten Bienenhaltung.
Seine Ansprüche an die Behausung sind ausgesprochen hoch. Findet er nicht die gewünschten Bedingungen vor, so wandert er zügig wieder ab.

Neben der Ermöglichung der Symbiose, halte ich auch die Nachahmung der natürlichen Bienenbehausung (der Baumhöhle) für vorteilhaft. Sowohl die Geometrie des Bienenraumes, als auch die klimatischen Bedingungen in der Baumhöhle sind grundlegend verschieden zu den Bedingungen in modernen Magazinbeuten.

Beute mit Bücherskorpion
Beute zum Imkern mit Bücherskorpion, mit geometrischen und bauphysikalischen Eigenschaften der Baumhöhle

Bienenhaltung ohne Säuren und Chemie

Durch die Reduzierung von imkerlichen Eingriffen und der Nachahmung der Bedingungen in Baumhöhlen werden die nötigen Rahmenbedingungen für eine natürliche Bienenhaltung geschaffen. Unter diesen Bedingungen können Biene und Bücherskorpion gemeinsam die Varroa in Schach halten: Durch ihre Symbiose und das Reinigungsverhalten der Bienen selbst (Grooming). Eine Bienenhaltung ohne Einsatz von Säuren und Chemie ist möglich!