Belüftung von Baumhöhlen und Magazinbeuten

Belüftung von Baumhöhlen

Ein natürlicher Luftwechsel in der Baumhöhle findet nur im geringen Maße statt, für den Abbau von Feuchtigkeit ist dieser vernachlässigbar.
Das Flugloch befindet sich in der Regel im unteren Drittel der Baumhöhle. Mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern und einer Tunnellänge von ca. 5-15cm dürften keinen nennenswerten Luftwechselraten entstehen. Durchschnittliche geometrische Daten von natürlich von Bienen bewohnten Baumhöhlen lassen sich aus “The nest of the honeybee” entnehmen, die Studie ist unter Downloads verlinkt.

Belüftung von modernen Magazinbeuten

Bei moderne Magazinbeuten mit ihren diffusionsdichten Deckeln tragen  Wasserdampfdiffusion und Pufferwirkung nicht nennenswert zum Abbau der anfallenden Feuchtigkeit bei.

Aufgrund der geringen Wärmedämmung fällt bereits im Wabenbau Kondenswasser an. Eine vermeintlich sinnvolle Lösung für das Problem ist eine erhöhte Belüftung in Form eines offenen Bodens oder sogar durch Anlegen von Querlüftungen. Diese prinzipiell funktionierende Entfeuchtung geschieht auf einem sehr hohen Niveau. Kondenswasser lässt sich größtenteils verhindern, die relative Luftfeuchte in den Wabengassen bleibt aber sehr hoch.

Die leichte Verbesserung bezüglich Anfall von Tauwasser wird teuer erkauft, über starke Energieverluste. Die Luftschichten in den unbesetzten Wabengassen sind nun nicht mehr ruhend, sie und der unbesetzte Wabenbau verlieren komplett ihre Dämmwirkung für die Bienentraube. Auch Teile der Beutenkonstruktion wirken nun nicht mehr wärmedämmend!