Beutenbau

Beutenbau

45 Millionen Jahre Evolution der staatenbildenden Honigbiene haben das Leben des Biens in der Baumhöhle perfektioniert. Der Beutenbau muss sich zwangsläufig daran orientieren und so viele Eigenschaften wie möglich nachbilden.

Wir kennen weitgehend die Eigenschaften der Baumhöhlen. In ihnen herrscht ein trockenes Klima und sie haben eine hervorragende Wärmedämmung. Ihre Geometrie ist schlank und hoch. Es gibt keine nennenswerte natürliche Belüftung und die Wasserdampfdiffusion spielt aufgrund der großen Wandstärken keine nennenswerte Rolle.

Seit 2014 konstruiere ich Beuten für eine artgerechte Bienenhaltung. Seit 2016 besteht eine Kooperation mit Torben Schiffer, Prof. Tautz und dem HOBOS Team.

Eine erfolgreiche Konstruktion (aus 2015) für die Integration von Bücherskorpionen, aber noch ohne Berücksichtigung der Eigenschaften von  Baumhöhlen, ist in folgendem Video zu sehen. Es handelt sich um eine Einraum-Oberträger-Beute, deren Seitenwände und der Boden aus 10cm dicken Strohkammern bestehen. Der obere Bereich der Seitenwände ist nur lose mit Stroh gefüllt, so dass die Bienen dort hinein gelangen und sich dort aufhalten können. Es sind eigens “Belüftungspfade” installiert (Propolisgitter auf der Oberseite der Strohkammern) um die Bienen gezielt ins Stroh zu locken. Die Bienen verschliessen das Gitter mit Propolis um die Belüftung zu unterbinden. Während ihres Aufenthalts im Stroh haben die Bücherskorpione die Möglichkeit die Bienen auf Parasiten abzusuchen.

Aktuelle Konstruktionen sind unter den folgenden Seiten zu finden:

Sachs Schiffer Beute

D-Deckel

Baumbeute