Totholz und sein Einfluss auf das Klima im Bienenstock

Probekörper Sorptionsversuch Totholz

Totholz wird eine besondere Aufnahmeleistung von Wasser aus der Luft nachgesagt. Mit Totholz sind in diesem Falle Hölzer gemeint, die bereits einen Teil des Zersetzungsprozesses hinter sich haben und extrem leicht sind.

Holz hat grundsätzlich die Eigenschaft Luftfeuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen, bzw. wieder abzugeben (Sorption/Desorption). Die Holzfeuchte und die angrenzende Luftfeuchte streben ein Gleichgewicht an. Die Menge des Wassers, welches durch Sorption maximal aufgenommen werden kann, beträgt bei allen heimischen Holzarten etwa ein Drittel ihres eigenen Trockengewichtes. Buchenholz kann also beispielsweise deutlich mehr Wasser aufnehmen als Fichtenholz (bei gleichem Volumen). “Totholz und sein Einfluss auf das Klima im Bienenstock” weiterlesen

Wärmedämmung des Wabenbaus

Bei Betrachtung der Wärmedämmung von Bienenbeuten wird oft ein bedeutender Teil der Dämmung vernachlässigt. Der Wabenbau mit seinen dazwischenliegenden Luftschichten wirkt selber wie eine Dämmung. Je mehr Wabengassen zwischen Bienentraube und Seitenwand liegen, desto höher ist die Dämmung. D.h. bezüglich des seitlichen Wärmeschutzes sind die breit angelegten Konstruktionen der modernen Beuten durchaus von Vorteil. “Wärmedämmung des Wabenbaus” weiterlesen

Bauphysikalische Eigenschaften von Propolis

Propolis

Die antiseptische Wirkung von Propolis ist allgemein bekannt. Durch diese Eigenschaft des Kittharzes wird die Entstehung und Verbreitung von pathogenen Keimen in den Beuten und Baumhöhlen gebremst. Propolis bekämpft Schimmel und Kondenswasser aber noch auf eine andere Art und Weise, die bislang unter Imkern weitestgehend unbekannt sein dürfte. Es ist ein einfacher physikalischer Effekt: Propolis verhindert die Kapillarkondensation.

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Aktuelles zum D-Deckel, September 2017

Die Schafwolle, die in Form von Dämmmatten im Baustoffhandel angeboten wird, ist in der Regel leider mit Mottenschutzmitteln behandelt. Diese bitte nicht für den D-Deckel verwenden! Am besten unbehandelte Schafwolle direkt vom Schäfer/Bauernhof beziehen. Hanf-Dämmwolle ist ebenso diffusionsoffen und kann als Alternative verwendet werden. Die Dämmeigenschaften sind allerdings etwas schlechter. “Aktuelles zum D-Deckel, September 2017” weiterlesen

Wasseranfall durch Stoffwechsel der Bienen

Wir haben bislang bei unseren Berechnungen lediglich den Wasseranfall durch den im Honig enhaltenen Wasseranteil berücksichtigt (200ml Wasser pro Kg Honig). Dies ist eine in der Imkerschaft übliche Annahme, aber leider nur ein Teil der Wahrheit.

Der tatsächliche Wasseranfall durch den Stoffwechsel der Bienen geht weit darüber hinaus. Zusätzlich entsteht bei der aeroben Verstoffwechselung von Honig (die Glykolyse bzw. Dissimilation) Oxidationswasser:
C6H12O6 + 6 O2     ->    6 CO2 + 6 H2O
(Glucose + Sauerstoff   ->  Kohlenstoffdioxid und Wasser)

Hierbei fallen pro Kilo Glycose oder Fructose 600ml Oxidationswasser an. Das bedeutet, dass weitere 4,8 Liter Wasser auf 10kg Honig anfallen. Insgesamt entstehen 6,8 Liter Wasser bei der Verstoffwechseln von 10kg Honig.

Sensoren bereit

Eine Beute ist nun mit Sensoren für Feuchtigkeit und Temperatur (oben, mittig und unten) ausgestattet. Die Daten werden vor allem im kommenden Herbst/Winter interessant.

Messstation
Sachs Beute mit Sensoren