Pufferung von Feuchtigkeit in Holz und Honig

Die relative Luftfeuchte in der Baumhöhle und die Feuchtigkeit der umliegenden Holzwände, des eingelagerten Honigs und des Wabenbaus selber stehen in einer direkten Wechselwirkung. Sie streben ein Gleichgewicht an. Zu jeder Luftfeuchtigkeit stellt sich eine bestimmte Feuchte im jeweiligen Material ein.

Im Laufe der Entstehung einer Baumhöhle trocknen die Höhlenwände auf einen Holzfeuchtegehalt weit unterhalb der Fasersättigung aus (Fasersättigung ist die Holzausgleichsfeuchte, die sich bei 100% relativer Luftfeuchtigkeit im Holz einstellt). Entscheidend hierfür sind die Belüftungssituation, das Alter der Höhle, die Holzart, die Geometrie des Baumes und die Witterungseinflüsse denen die Baumhöhle ausgesetzt ist.

Dieses getrocknete Holzvolumen steht nun als Puffer für Feuchtigkeitsschwankungen zur Verfügung. In den Sommermonaten wird durch die Belüftung der Bienen die Luftfeuchte in der Baumhöhle dauerhaft gesenkt. Die Höhlenwände geben nun die im Winter aufgenommene Feuchtigkeit wieder an die Luft ab.

Diese Wechselwirkung wird allerdings deutlich durch die Propolisbeschichtung der Bienen gebremst. Die Wassermengen, die das Holz im Laufe des Winters speichert, wurden in der Vergangenheit von mir überschätzt. Einen wesentlich größeren Speicher für Feuchtigkeit stellen die Honigvorräte dar.